Workshop Klebtechnische Fertigung

26. Januar 2007 um 09:59 | In Klebstoff & Chemie | Keine Kommentare
Autor: Manuela Plenk

Fraunhofer-Institut_Klebtechnische FertigungNeben den bewährten Fügeverfahren wie Nieten, Schweißen oder Löten hat sich die Klebtechnik längst als eigenständige Wissenschaft etabliert, mit der sich Naturwissenschaftler, Ingenieure und Designer in zunehmendem Maße auseinandersetzen.

Da wir im Bereich Klebtechnik stark vertreten sind, möchten wir die Gelegenheit nutzen, um bei diesem Workshop tatkräftig mitzuwirken. Mit unserem Vortrag „ViscoTec Dispenser Technologie – Möglichkeiten für die automatisierte Klebstoffapplikation“ werden wir die Themenpunkte Aufbau, Montagezellen, Dosiergenauigkeit und Reproduzierbarkeit sowie Maschinenfähigkeit ausführlich beleuchten.

Vielleicht haben Sie Interesse und Zeit an diesem Workshop teilzunehmen. Es erwarten Sie zahlreiche interessante Vorträge rund um das Thema Klebtechnische Fertigung.

Veranstaltungsort:
20.-21. März 2007
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM
Wiener Straße 12
28359 Bremen
http://www.ifam.fraunhofer.de/ (unter „Veranstaltungen“)
Flyer Klebtechnische Fertigung
 
  

 

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Haftung beim Kleben

2. Januar 2007 um 16:14 | In Klebstoff & Chemie | Keine Kommentare
Autor: Georg Senftl

Bei einem kürzlich stattgefundenen Besuch des Klebstoffherstellers Delo (www.delo.de) haben wir uns auch über das Thema Haftung unterhalten, und dies im wahrsten Sinne des Wortes doppeldeutig.
Gemeint ist hier, wer haftet im rechtlichen Sinne für eine Klebeverbindung.
Aus der Sicht des Klebstoffherstellers wird generell (und das ist für den Anwender sehr wichtig zu wissen) nur für gewisse Eigenschaften des Klebers, wie z.B. Zugfestigkeit, Reißdehnung, Scherfestigkeit oder e-modul eine Gewährleistung übernommen. Nicht aber z.B. dass mit diesem Kleber zwei Bauteile bei einer Belastung X 100 Jahre zusammenhalten.
Aus der Sicht des Dosieranlagenherstellers kann nur eine Gewährleistung übernommen werden für Menge, Genauigkeiten oder dass der Kleber nicht gestresst wird oder Luft eingetragen wird.
Kritisch wird es vor allem bei 2-Komponenten-Anwendungen, da hier ja nicht nur das Mischverhältnis, sondern auch die Mischgüte extrem wichtig ist. Ein seriöser Anbieter wird und kann hierzu keine Haftung übernehmen, da hier zu viele Risikofaktoren zusammentreffen, die im Zweifelsfall nicht beweisbar sind, und im allgemeinen auch gar nicht die technischen Möglichkeiten einer Prüfung vorliegen.
Die rechtliche Haftung bleibt damit beim Anwender.
Wie ist nun die Vorgehensweise für einen neuen Klebeprozess?
Idealerweise wird hier eine enge Partnerschaft zwischen Klebstoffhersteller, Dosieranlagenhersteller und Anwender gesucht. Hierbei muss bereits am Anfang der Entwicklung ein enger Austausch von Informationen erfolgen, die alle Partner mit einbringen. Es hat wenig Sinn, hier (wie leider oft beobachtet) aus Gründen der Geheimhaltung wichtige Daten zurückzuhalten. Nur aus daraus gemachten gemeinsamen Versuchen können  Daten ermittelt werden, die dem Anwender ein hohes Maß an Sicherheit bieten.

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