Solartechnik und Dosiertechnik?

25. April 2007 um 08:27 | In Klebstoff & Chemie | Keine Kommentare
Autor: Andreas Grünfelder

Wer denkt eigentlich bei Solarenergie an Dosieren?
Vermutlich nur vereinzelt ein paar Fertigungsleiter, die schon mal vor einer entsprechenden Aufgabe standen.
Aber was gibt es in dieser zukunftsträchtigen Technik eigentlich für Dosieranwendungen?
Unterschieden werden muss hier schon, ob es sich um Sonnenkollektoren für Warmwasser oder um Photovoltaikanlagen handelt.
Beiden gemein ist die Endfertigung. Hier werden meist Rahmen aus Leichtmetall gefertigt, in die dann die Kollektoren und Schutzscheiben eingesetzt werden. Dabei werden an den unterschiedlichsten Stellen Dosierungen benötigt. Beginnend mit dem Verkleben des Rahmens über das Fixieren der Heizwendelen oder der Solarzellen bis hin zum Abdichten der Schutzscheibe.
Zum Einsatz kommen hier meist 1K- oder 2K-Silikone und Polyurethane.
Gerade Klein- und Mittelständische Unternehmen sind hier auf ein flexibles Dosiersystem angewiesen, da die Kleb- und Dichtstoffe oftmals von verschiedenen Herstellern bezogen oder öfter gewechselt werden.
Bei den zur Stromerzeugung eingesetzten Photovoltaik Kollektoren beginnt indes der Einsatz der Dosiertechnik schon wesentlich früher. Um den Strom aus den Zellen Ableiten zu können, werden, meist im Siebdruckverfahren, dünne Leiterbahnen aus hochgefüllten Silber- und Aluminiumpasten aufgetragen. Bei herkömmlichen Siebdruckern wird die Paste mangels funktionierender Zuführung von Hand in den Rakel nachgefüllt. In neueren Anlagen werden Kleingebinde- oder Hobbockentleerungen von ViscoTec, oft noch gekoppelt mit einem zusätzlichen Dispenser, für die Zuführung eingesetzt.
So konnten aufgrund des ständigen Nachfüllens ohne Öffnen der Drucker die bei gleichzeitiger Senkung des Ausschusses die Ausbringungsmengen gesteigert werden.
Also vielleicht denken auch Sie bei Ihrer nächsten Autofahrt durch Solaranlagenanbaugebiete, wie man die deutschen Bauerhöfe inzwischen nennen könnte, einmal daran wie viel Dosiertechnik dahinter steckt.

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