Dosierung schersensibler Produkte
1. Oktober 2007 um 13:10 | In Klebstoff & Chemie | Keine KommentareAutor: Georg Senftl
Kürzlich bei einem Vortrag wurde eine Methode vorgestellt, wie man rheologische Besonderheiten von Klebstoffen messen kann und hinsichtlich einer Scherbeanspruchung Schlüsse aus den Messergebnissen ziehen kann.
Auslöser war hierbei ein Fall, bei dem ein bestimmter Klebstoff bei der Förderung und Dosierung mit einer Schöpfkolbenpumpe zur Verstopfung derselben geführt hat. Bemerkenswert war hier, dass die Scherbeanspruchung überproportional zur Spaltweite zunimmt. Wird der Kleber durch sehr enge Spalte gedrückt, wie dies bei Schöpfkolbenpumpen zwangsläufig der Fall ist, führt diese Schwerbeanspruchung zu einem Verklumpen des Klebstoffes und damit zu einer Blockade des Dosierventils.
Wir bei ViscoTec (und einige unserer Kunden) haben dazu vielfach Versuche mit unseren Dispensern durchgeführt und bei richtiger Auswahl sehr gute Ergebnisse festgestellt. So ist das Verfahren an sich verglichen mit anderen Pumpenarten wesentlich scherarmer und bereitet so in vielen Fällen wesentlich weniger Probleme.
Als Beispiel sei hier nur die Dosierung von Klebstoffen mit Microencapsulation genannt, die mit dem Endloskolben-Prinzip problemlos dosiert werden können.